Mittwoch, 11. April 2018

Perfekt unperfekt - warum ich das so liebe!

Hallo ihr Lieben
Den Podcast dazu findet ihr weiter unten.

„Chiara du musst ja nichts sagen bei dir läuft sowieso immer alles gut!“ Diesen Satz höre ich des öfteren. Meistens von Menschen, die mich (noch) nicht so gut oder (noch) nicht so lange kennen. 
Oh, doch auch bei mir läuft’s manchmal bergab, rückwärts und manchmal bleibt meine Achterbahn des Lebens auch stehen. 


Es würde zu lange dauern meine komplette Geschichte zu erzählen und ausserdem ist es mir auch ein kleines bisschen zu privat. 
Doch so viel kann ich euch sagen: 100% Perfekt lief es noch nie. 
Viele sehen sich zum Beispiel meine jetzigen Schulnoten an und denken mein Leben wäre perfekt. Erstens: die Noten sind absolut nicht das wichtigste im Leben und zweitens: das sind nur meine jetzigen Noten. 

Jahre lang hatte ich grosse Schwierigkeiten vor allem in Mathe. Mathehausaufgaben waren für mich total schlimm, so schlimm, dass ich regelmässig in Tränen ausgebrochen bin und die Matheklausuren bedeuteten den Tod für mich. Genügende Noten waren eine Seltenheit. 

Bei meiner Schwester hingegen schien immer alles so einfach. Ohne grossen Aufwand schrieb sie immer gute Noten. Ich war total neidisch, traurig und enttäuscht von mir selbst. Warum konnte ich nicht auch so perfekt sein, wie meine Schwester oder meine Mitschüler, bei denen auch alles zu klappen schien?

In dieser Zeit hätte ich wohl kaum gedacht, dass ich meine Situation damals irgendwann mal positiv sehe. Heute sehe ich sie allerdings so. 

Ich habe früh gelernt, dass das Leben nicht immer perfekt sein muss und dass dieses unperfekte Leben eigentlich viel „perfekter“ ist.

Ich habe gelernt, dass ich nicht unbedingt perfekt sein muss. Ich muss mich nicht unnötig unter Druck setzten nur um vermeintlich perfekt zu sein. 

Menschen, die das nicht so früh gelernt haben, setzten sich vielleicht viele Jahre unter Druck. Sie sind es sich von Anfang an gewohnt ein perfektes Leben zu haben. Wenn sie es dann einmal nicht haben, wenn ihre Achterbahn beginnt bergab und rückwärts zu fahren, manchmal auch stehen zu bleiben und dann ruckartig wieder los zu sausen, sind sie überfordert. Über die Jahre hat sich bei ihnen ein enormer Druck angestaut. Sie müssen und wollen dieses perfekte Leben haben, doch auf dem Boden der Tatsachen sieht das Leben etwas anders aus.

Das Leben ist nicht perfekt, es ist perfekt unperfekt! Merke dir das! Löse dich von dem Druck, ein zwanghaft, vermeintlich perfektes Leben aufbauen zu müssen! 

„Willst du, dass wir alle wie die Hippies unser Leben chillen und auf bessere Zeiten warten?“ 
Nein, natürlich nicht! Arbeite an deinen Träumen, Zielen und mache Pläne, doch fühle dich nicht wie ein Versager, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast. Warum setzt du dich unter Druck? Weil du ein perfektes Leben willst! Kannst du ein vermeintlich perfektes Leben haben? Nein! Also setze dich nicht unter Druck, sondern geniesse deine Achterbahnfahrt. Sie wäre nur halb so lustig, wenn sie nicht auch mal rückwärts und bergab fahren würde und ausserdem wäre der ganze Überraschungseffekt weg, wenn sie nicht auch einmal stehen bleiben und dann auf einmal wieder Gas geben würde.

Liebe Grüsse




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